2011: Atom - 25 Jahre Brückenfest
8. September 2010Seit ein paar Tagen können wir ganz sicher sein: wo Schwarz-Gelb draufsteht, ist wirklich Atommüll drin. Der Nabu Hessen hat jetzt zusammen getragen, seit wann Atomenergie eine Übergangslösung ist (alle Zitate hier anklicken). Seit 1986. Damals soll der damalige baden-württembergische CDU-Fraktionsvorsitzende Teufel sich folgendermaßen im Landtag geäußert haben:
„Die Zukunft gehört nicht der Kernkraft, weil kein Mensch mit so großen Risiken leben will, wenn es risikoärmere, gefahrlosere Arten der Energieerzeugung gibt“.
Und der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Spaeth soll gesagt haben:
„Dass die Kernenergie eine Übergangs-Energie ist, darüber können wir uns schnell verständigen.“
Seit fast 25 Jahren ist die Atomenergie also eine Brücke. Nächstes Jahr kann Schwarz-Gelb dann ein Brückenfest-Jubiläum begehen und zur Feier ein paar schwarz-gelbe Fässer von der Brücke werfen. Die schwimmen garantiert irgendwo hin, wo sie keine Probleme mehr machen!
FDP-Atomumfrage: Schlechte Verlierer
8. September 2010Schon bei Goethes Zauberlehrling war es so: die Geister, die man rief, waren so schnell nicht mehr los zu werden (”Herr, die Noth ist groß, die ich rief die Geister werd ich nun nicht los)”. Kaum ein Gedicht passt besser zur Nutzung der Atomenergie, nur dass der Meister, der alles wieder in Ordnung bringt (”Besen! Besen! Seyds gewesen”) weit und breit nicht zu sehen ist.
Jetzt hat die FDP Niedersachsen Diesen Beitrag weiterlesen »
Versicherung: Das A-Wort
8. September 2010Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme in Berlin, beleuchtet auf dem Solarserver das Versicherungsproblem bei Atomkraftwerken (für ganzen Artikel Bild unten anklicken). Interessant ist es immer, Atombefürworter auf dieses Problem anzusprechen. Die Reaktion ist in der Regel: Atomkraftwerke zu versichern, sei ja gar nicht möglich. Da wäre ja das Risiko zu groß. Das könnte doch keine Versicherung bezahlen, wenn was passiert. Logisch, oder?
Atom zerstört kommunale Investitionen
8. September 2010Der Atomkompromiss beschädigt dezentrale kommunale Investitionen in Erneuerbare Energien. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang den folgenden WISO-Beitrag (Bild unten anklicken). Natürlich sind nun auch Investitionen in neue Kohlekraftwerke betroffen, von denen im WISO-Beitrag keine Rede ist. Etwas dünn ist, dass der Ulmer Oberbürgermeister die Beschlüsse der Bundesregierung als gegeben hinnimmt und nur ein Stück vom giftigen Atomkuchen abhaben möchte - statt sich der energiepolitischen Verantwortungslosigkeit entgegen zu stellen. Der Beitrag des OB lässt bereits große Verteilungskämpfe erahnen, die vorprogrammiert sind, wenn man einen Teil der Atom-Gelder in einen Subventionsfonds steckt. Wer die besten Kontakte hat, wird das größte Stück vom Kuchen bekommen. Das werden die großen Versorger sein, die sich daraus z.B. Offshore-Wind, CO2-Abscheidungsprojekte und Supernetze zur Zementierung ihrer Vormachtstellung finanzieren lassen, wie im Energiekonzept der Bundesregierung bereits vorgesehen. Atomgewinne von der linken in die rechte Tasche zahlen. Toll! In den Konzernzentralen von EnBW, RWE, E.On und Vattenfall kommen die Vorstände aus dem “Hände reiben” in diesen Tagen wahrscheinlich kaum noch heraus.
Animation: Stromnetz der Zukunft
8. September 2010Das Stromnetz der Zukunft wird anders aussehen als heute. Hohe Anteile an Wind- und Solarstrom erfordern eine veränderte Steuerung von Stromangebot, -nachfrage und -speicherung. Hier eine sehr schöne Animation (Bild anklicken) von der Internetseite des Projekts E-Energy. Die Preissteuerung von Angebot und Nachfrage im Modell scheint aber noch entwicklungsbedürftig. Siehe in diesem Zusammenhang auch die Beiträge “Wer hat Angst vor den Erneuerbaren?” und “Intelligente Netze und Stromspeicherung“.
Aktuelle Solarstromleistung in Deutschland
8. September 2010Auf dieser Webseite können Sie die aktuelle Solarstromleistung in Deutschland ablesen (Bild anklicken). Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch den Beitrag “Solarstrom verdrängt Kohlestrom“:
Die FDP will es wissen
7. September 2010Energiekonzept der Bundesregierung online
7. September 2010Hier die gerade veröffentlichte Kurzfassung des Energiekonzepts der Bundesregierung als Slideshare (hier anklicken für PDF-Version, zum Vergrößern des Slideshare unten auf “Full” klicken):
Eine Regierung schafft sich ab
6. September 2010(Für ganzen Artikel Bild anklicken)
Gemeinhin geht man davon aus, dass eine Demokratie dazu da ist, Wählerwillen in Politik umzusetzen. Wie die neuen Beschlüsse der Bundespolitik zur Laufzeitverlängerung “auf der Basis” der gerade eben erst vorgelegten mehr als zweifelhaften Energieszenarien (siehe u.a. hier) dazu geeignet sein sollen, ist schleierhaft. Eine Regierung, die sich als Lakaien der Atomlobby präsentiert, den offenen Vertragsbruch hoffähig machen will und die Mehrheit ihrer Wähler übergeht, muss früher oder später eigentlich die gesellschaftliche Akzeptanz verlieren. Die Wähler sollten ihre Politiker jedenfalls bei den Hörnern packen - jeder in seiner Partei! Denn die Mandatsträger tun energiepolitisch nicht, was die Anhänger ihrer Parteien wollen. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt, im MetropolSolar-Land am 27.3.2011 in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. (Zur gesamten Umfrage “Akzeptanz der Erneuerbaren Energien” Bild anklicken).


















