Archiv für November 2013

Die großen Linien stimmen nicht

Mittwoch, 13. November 2013

Das Papier der Arbeitsgruppe Energie der Koalitionsverhandler vom 9.11.2013 wird den Herausforderungen des Umbaus der Energieversorgung nicht gerecht. Wer meint, langfristig fossile Großkraftwerke am Netz halten zu können und zu müssen, geht an den großen Linien des notwendigen Umbaus des Energieversorgung vorbei. Und wer den Ausbau der Nutzung Erneuerbaren Energien mit einer Reihe von Instrumenten einbremsen will, statt ihn mit geeigneten flankierenden Maßnahmen zu beschleunigen, verfehlt das Ziel. Folgerichtig steht auch das “Neu-Denken” des Themas Effizienz nicht im Zentrum der Effizienzvorschläge des Papiers. Das wäre aber bei dem notwendigen starken Ausbau der Erneuerbaren Stromerzeugung erforderlich.

Wind- und Solarstrom werden im Zentrum stehen

Wind und Sonne haben aufgrund des natürlichen Angebots und der verfügbaren Techniken zur Nutzung (zumindest soweit derzeit erkennbar) als einzige Erneuerbare das natürliche und praktische Potential die Energieversorgung (inkl. Mobilität) vollständig zu übernehmen. Damit wird sich die Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien zu großen Teilen in eine Stromversorgung verwandeln (müssen) (siehe auch “Weiter machen: Energiewende jetzt!“).

Wie stark muss ausgebaut werden?

2012 wurden in Deutschland nur knapp 25% des Stroms aus Erneuerbaren Energien bereit gestellt. Wir brauchen also Faktor 4 um eine vollständig erneuerbare Stromversorgung zu erreichen. Die Stromversorgung hat wiederum nur einen 20%-Anteil an der Gesamtenergieversorgung inkl. Mobilität (hier anklicken, siehe Graphik “Energiebedarf in Deutschland”). Wir brauchen also noch einmal einen Faktor 5, um eine 100%ige Energieversorgung auf der Basis von Strom zu realisieren.

Wer kann welchen Anteil für den EE-Ausbau liefern?

Da die Energieerzeugung aus Wasser- und Bioenergie in Deutschland (heute rund 50% Anteil an der EE-Stromerzeugung, siehe Graphik oben) aufgrund natürlicher Gegebenheiten nur in überschaubarem Umfang ausbaubar ist (und Tiefen-Geothermie erst noch zeigen muss, dass sie in großem Stil praktisch genutzt wird), brauchen wir einen Faktor 20-40 beim Ausbau der Erzeugungskapazitäten für Solar- und Windstrom (inkl. Repowering). Je mehr z.B. Solarthermie oder Biomasse zur Wärmebereitstellung genutzt oder Einsparungen wirksam erreicht werden (oder wir EE-Strom importieren), umso geringer ist der Faktor (im Inland). Ein Absenken des Verbrauchs wäre an vielen Stellen problemlos möglich, ohne dass es den Menschen schlechter gehen würde - im Gegenteil (siehe auch “Was wir brauchen“). Eine solche Verbrauchsabsenkung ist allerdings derzeit nicht sehr wahrscheinlich.

Heutige Rahmenbedingungen verhindern Investitionen

Wenn Solar- und Windstromkapazitäten um einen Faktor 20-40 ausgebaut werden sollen, muss massenhaft die erforderliche Technik installiert werden. Das wird nur passieren, wenn Weichen auf dieses Ziel hin gestellt werden und es einen verlässlichen Anreiz gibt, nicht nur in Erzeugungsanlagen, sondern auch in die erforderlichen komplementären Netze und Speicher zu investieren. Die Zukunftstauglichkeit von Konzepten muss sich daran messen lassen, ob sie dafür geeignete Weichenstellungen bietet und eine breite dezentrale Beteiligung an den Investitionen ermöglicht. Unter heutigen Rahmenbedingungen wird weder ausreichend in Erneuerbare Erzeugungsanlagen investiert noch in die erforderlichen Speicher und Netze (siehe auch “Speicher und Netze für 100% Erneuerbare“, “Kombikraftwerk 2“ und hier).

EE-Stromproduktion geht “durch die Decke”

Was bedeutet aber eine Weichenstellung, die langfristig zu einem Faktor 20-40 mehr an Wind- und Solarkapazitäten führt? Das bedeutet, dass wir sehr bald und sehr regelmäßig über 100% Strom aus erneuerbaren Energien hinausschiessen (siehe oben, die Graphik von Agora Energiewende). Das ist nur sinnvoll, wenn die komplementäre Einspeisung schnell und vollständig herauf und herunter geregelt werden kann und in Starkstromzeiten auf der Nachfrageseite systematisch Stromüberschüsse “aus dem Netz” gezogen werden. Wind- und Solarstromanlagen, die keine Brennstoffkosten haben, abzuregeln, scheint nur in Ausnahmefällen eine geeignete Maßnahme. Alle zum Eigenverbrauch zu zwingen, ist auch keine taugliche Idee (auch wenn dadurch Strom zu bestimmten Zeiten gar nicht erst ins Netz gelangt). Es wäre ja auch nicht sinnvoll, alle Landwirte dazu zu zwingen, nur so viele Kartoffeln zu produzieren, wie sie zur Erntezeit selbst essen können.

Effizienz neu denken

Die Betrachtung dessen, was man für effizient hält, wird sich stark verändern. Effizienz bedeutet, knappe Güter sparsam zu verwenden. Wind und Sonne sind aber im Gesamtangebot und auch zu bestimmten Zeiten nicht knapp. Sie werden auch nicht mehr dadurch, dass man die Sonne auf den Dächern “verrotten” oder den Wind ungenutzt übers Land streichen lässt. Der Wind und die Sonne von heute sind morgen nicht mehr da. Wir müssen sie dann einfangen, wenn sie da sind. Und dann möglichst sinnvoll verwenden.

Effizienz bedeutet in Zukunft, dafür zu sorgen, dass EE-Stromüberschüsse bei mehr als 100% EE-Strom (!) wirtschaftlich den Weg in thermische und elektrische Anwendungen und Speicher finden und damit fossile Brennstoffe systematisch ersetzen. Wie die optimale Größe und räumliche Verteilung der Speicher und Netze aussieht, hängt von vielen Faktoren ab. In jedem Fall kann aber in großem Umfang bereits bestehende Infrastruktur genutzt werden, z.B. Pufferspeicher bei Starkwind mit Windstrom beheizt werden. Heute fehlt dafür in der Regel die technische und wirtschaftliche Anbindung ans Gesamtsystem.

Anreize für flexible Kapazitäten

Ein strukturelles Überangebot an Strom aufgrund zu vieler atomarfossiler Großkraftwerke, wie wir es derzeit haben, bietet keinen Anreiz für die geeigneten Zukunftsinvestitionen. (Die Auswirkungen auf die EEG-Umlage sind bereits hinreichend beschrieben, siehe z.B. das DUH-Papier im Beitrag “Energie-w-ende“). Der ungehinderte Weiterbetrieb der atomarfossilen Großkraftwerke verhindert damit die notwendige Effizienzrevolution. Flexible Elemente wie heimische Pumpspeicher und Gaskraftwerke werden derzeit aus dem Markt gedrängt. Power-to-Gas lohnt sich unter aktuellen Rahmenbedingungen nicht und dicke Kabel zu Stauseen nach Norwegen werden auch nicht verlegt.

Angebotsschwankungen schaffen Anreize

Ein auf absehbare Zeit stark schwankendes Stromangebot mit entsprechenden starken Preisschwankungen würde einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, in flexible Angebots- und Nachfragekapazitäten zu investieren, bzw. vorhandene Kapazitäten systematisch ins System einzubinden. Allerdings werden gleichartige EE-Anlagen (sprich Solaranlagen oder Windräder) vorzugsweise gleichzeitig ins Netz einspeisen und so den Marktpreis nach unten drücken. Investitionen in Wind- und Solarstromanlagen also ausschließlich über den Marktpreis zu refinanzieren wird kein taugliches Modell sein und den erforderlichen Ausbau der Erzeugungsanlagen zum Erliegen bringen. Die Inhaber der Erzeugungsanlagen einzeln zur Speicherung und zeitgerechten Abgabe des Stroms zu zwingen, ist aus Sicht des Gesamtsystems nicht erforderlich. Sie wird Investitionen in Erzeugungsanlagen extrem verteuern und aus Sicht des Gesamtsystems regelmäßig zu ineffizienten Lösungen führen. Die Leistung des Ausregelns kann auch an anderer Stelle erbracht werden, wenn der Marktrahmen dafür da ist.

Atomarfossile an den Markt heranführen

Ein wichtiger Einzel-Baustein des Umbaus der Energieversorgung wäre, atomarfossile Energieerzeugung zeitnah mit den Kosten, die sie derzeit erzeugen und bereits erzeugt haben, voll zu belasten. Damit wären Atomkraftwerke sofort draußen. Keiner könnte sich Atomstrom mehr leisten. Wir würden nicht so viel Strom ins Ausland verkaufen und hätten wieder wirtschaftliche Perspektiven für flexible Kapazitäten. Atomkraft kommt aber im Papier der Koalitionsverhandlungen gar nicht vor.

Wer davon spricht, man müsse die Erneuerbaren “an den Markt heranführen”, will fast immer den Ausbau ausbremsen oder stoppen und sitzt meistens im Glashaus. Wenn Energieerzeuger “an den Markt” herangeführt werden sollen, dann bitte alle, inkl. bereits erhaltener Subventionen (siehe auch “Atomarfossile an den Markt heranführen“).

Verbindliche Ausbaupfade sind untauglich

Verbindliche Ausbaupfade für Strom aus Erneuerbaren Energien, wie sie CDU/CSU und SPD offenbar in unterschiedlicher Höhe vorschweben, wird die Wirklichkeit über den Haufen werfen. Das ist planwirtschaftliches Denken. Die Marktteilnehmer werden sich danach nicht richten. Verbindliche Ausbaupfade sind der Versuch, eine Flut abzuhalten, indem man die Türe zumacht. Unter der Türe wird das Wasser durchkommen. Strom, den der Einzelne billiger produzieren kann, als aus dem Stromnetz zu kaufen, wird sich nicht langfristig aufhalten lassen. Das Einzige was man mit der verschlossenen Türe oder halboffenen Türe erreicht, die das Koalitionspapier vorsieht, ist, dass die Branche der Erneuerbaren in Deutschland in der Entwicklung behindert oder ruiniert wird. Vernünftig wäre - um im Bild zu bleiben -, ein Boot zu bauen!

100% Erneuerbare in Deutschland sind eine weltweite Chance

Die schnelle und vollständige Umstellung der Energieversorgung auf 100% Erneuerbare ist nicht nur für Deutschland eine extreme Herausforderung und gleichzeitig eine enorme Chance. Sie ist vermutlich das einzig wirklich überzeugende Argument, um bei erfolgreicher Umsetzung über Nachahmung (wie beim EEG) die mit unserer heutigen Energieversorgung verknüpften Probleme auch weltweit in den Griff zu bekommen. Auch deshalb sind die Weichenstellungen, die jetzt in Deutschland gemacht werden, so entscheidend.

30.11. Groß-Demo in Berlin

Samstag, 30. November 2013

Die große Koalition ist mit ihrem Koalitionsvertrag dabei alles richtig vor die Wand zu fahren. Da hilft nur den Bürgerwillen auf die Straße zu bringen. Am 30.11. in Berlin! Bild anklicken. Hier ein Bericht aus dem Heute Journal.
Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!

GroKo CSPDU: Die Energiewende-Abwürger!

Donnerstag, 28. November 2013
Mit den jetzigen Regelungen im Koalitionsvertrag wird es keine schnelle Energiewende in Deutschland geben. Das kann nicht so stehen bleiben”, meint Daniel Bannasch, Geschäftsführer von MetropolSolar Rhein-Neckar, Netzwerk für erneuerbare Energien.

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Aktualisiert: Koalitionsvertrag online!

Mittwoch, 27. November 2013

Aktualisiert 27.11., 10.45 Uhr: jetzt ist die Endfassung des Koalitionsvertrags online (hier anklicken). Das Thema Energie von Seite 49-61. Kommentare willkommen!! An den entscheidenden Stellen trägt der Vertrag die Handschrift der Lobbys der alten Energiewirtschaft - ein Desaster für den Weg zu 100% erneuerbaren Energien. Zeit für die Demo am 30.11. in Berlin! MetropolSolar-Mitglieder fahren hin.

Hier die Meldung vom 26.11: Der Entwurf des Koalitionsvertrags (Stand 24.11., 20 Uhr) ist online (hier anklicken). Das Thema Energie ab Seite 43. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang den Beitrag “Die großen Linien stimmen nicht”, den Blogbeitrag “Bürgerwillen umsetzen - Branche retten“, die Übersicht über Vorschläge zur Energiemarkt- und EEG-Reform (hier anklicken) und die Dokumentation der Lobby-Einflussnahme beim Thema Energie im Kanzleramt (“Energielobbyisten gehen im Kanzleramt ein und aus“). Lesenswert auch der Kommentar von Stefan Niggemeier zur medialen Geheimniskrämerei (hier anklicken).

22.11.: MPS Energie Gespräch Bergstraße Energiemarkt und dezentrale Energiewende

Mittwoch, 20. November 2013

Welche Vorschläge für eine Reform von Energiemarkt und EEG sind tauglich, um uns auf dem Weg zu 100% erneuerbaren Energien voran zu bringen? Zu diesem Thema veranstalten wir ein MPS Energie Gespräch Bergstraße am 22. November 2013 um 18 Uhr in Bensheim: “Neuen Energiemarktordnung für eine dezentrale Energiewende” mit dem Referenten Dr. Fabio Longo, Rechtsanwalt mit Spezialisierung Energierecht und Mitglied im Vorstand von EUROSOLAR (siehe auch hier).

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch den Beitrag “Die großen Linien stimmen nicht“, der sich auf den Entwurf der Koalitionsarbeitsgruppe Energie vom 9.11.2013 bezieht.

Sie sind herzlich eingeladen am MPS Energie Gespräch teilzunehmen. Wenn Sie kommen möchten, tragen Sie sich bitte in den folgenden Doodle ein, damit wir besser planen können (hier anklicken).

MetropolSolar wird von mehr als 250 Mitgliedern getragen, darunter Einzelpersonen, Organisationen, MandatsträgerInnen, Kommunen und Unternehmen. Wir freuen uns, wenn Sie Mitglied von MetropolSolar werden, wenn Sie es nicht schon sind - damit wir auch in Zukunft unabhängige Informationen, Beratung, Vernetzung, MPS Energie Gespräche und andere Energie-Treffpunkte für engagierte Akteure für 100% erneuerbare Energien anbieten können :-)

Für mehr Infos klicken Sie bitte die hinterlegten Links in diesem Beitrag an.

Jurassic Markt - Preis der Kohle

Mittwoch, 20. November 2013

Dass die großkoalitionären Verfechter von Solidarität, ArbeitnehmerInnen-Interesssen und christlich-sozial-demokratischen Markt-Grundwerten Atomkraftwerke nicht sofort abschalten und von der Kohle auf Jahrzehnte nicht weg wollen, obwohl die Alternativen da sind, ist eine Schande und wäre ein massiver Verstoss gegen eigene Prinzipien - sofern irgendjemand diese Prinzipien ernst nehmen würde (siehe auch “SPD-Grundwerte: Das RWE entscheidet“, “Die großen Linien stimmen nicht” und ”Weiter machen: Energiewende jetzt!“).

Erpresser unterwegs

Jahrzehntelang haben die großen Energieversorger und ihre politischen Helfer den Umbau der Energieversorgung auf erneuerbare Energien verzögert, so gut es ging (siehe auch “Energielobbyisten gehen im Kanzleramt ein und aus“, “Die Kraftwerkslobby am Ohr der Kanzlerin“, “Die Schlacht um Strom” und “Transparenz im Energie-Lobbyland“): Beim Atomausstieg mit der Stromlücke gedroht, den Atomausstieg wieder rückgängig machen lassen (siehe dazu: Hermann Scheer 14 Tage vor seinem plötzlichen Tod) und auf Biegen und Brechen den Neubau von Kohlekraftwerken gegen Widerstände in der Bevölkerung durchgedrückt. Jetzt jammern sie über die schlechte Ertragslage (obwohl der Strom schon lange im Voraus verkauft ist, hier anklicken) und drohen während der Koalitionsverhandlungen öffentlichkeitswirksam mit Kraftwerksabschaltungen und Arbeitsplatzabbau (siehe auch: “RWE und Co. am Abgrund“).

Was ist das Ziel? Jurassic Markt!

Was ist das Ziel? Den Ausbau der Erneuerbaren Energien-Nutzung zu beenden und Kapazitätsmärkte u.a. für die Kohle-Dinos zu erpressen, um unrentable Kraftwerke länger am Netz zu halten. Mit diesem “Jurassic Markt” wird das fossile Zeitalter verlängert, statt die atomarfossilen Energien so schnell wie möglich ins Museum zu verbannen - inklusive Erdöl und Erdgas (siehe auch: “BASF - The Oil & Gas Company“).

Was ist sicher preiswert und fördert den Frieden?

“Was ist sicher, preiswert und fördert den Frieden?” ist der Titel eines Infoblatts von IPPNW (hier anklicken). Atomarfossile Energien sicher nicht! Wer meint erneuerbare Energien seien teuer, sollte sich immer den Preis der “Alternativen” vor Augen halten (siehe auch “IPPNW fordert eine ehrliche Kostendiskussion” und “Atomarfossile an den Markt heranführen!“)

Der Preis der Kohle

Heute eine ZDF-Doku zum hohen Preis der Kohle, natürlich zur besten Sendezeit :-) , wo alle schon gut schlafen (für Hintergrundinfos hier anklicken und für Trailer hier anklicken):

Wenn Sie jetzt was tun wollen, schreiben Sie an Mitglieder der SPD. Bild anklicken für eine Compact-Aktion:

SPD-Grundwerte: Das RWE entscheidet?

Freitag, 15. November 2013

Das SPD-Parteiorgan “Vorwärts” hat es nach Angaben des Solarenergiefördervereins Aachen (SFV) abgelehnt die unten stehende Anzeige zu schalten, weil sie “sozialdemokratische Grundwerte” gefährden würde.

In einer ersten Version enthielt die Anzeige nach Angaben des SFV die Aufforderung, dem “Koalitionsvertrag” nicht zuzustimmen. Das wurde durch den Satz “Als Umweltschutzverein sind wir über diesen Punkt entsetzt” ersetzt. Da es bislang noch keinen fertigen Koalitionsvertrag gibt, sondern nur ein öffentlich gewordenes Papier der Energiearbeitsgruppe (siehe auch “Die großen Linien stimmen nicht“), ist die Aussage zum “Koalitionsvertrag” in der Anzeige natürlich nicht ganz korrekt. Das ändert aber am Grundsatz der Aussagen nichts. Bitte beachten Sie dazu die Kommentierung von Rüdiger Haude auf den Seiten des SFV, das mit der Schlussfolgerung endet “Die RWE entscheiden” (hier anklicken) und den Beitrag “Transparenz im Energie-Lobbyland“.

Arbeitspapier Energie

Montag, 11. November 2013

Hier das Arbeitspapier der Arbeitsgruppe Energie der Koalitionsverhandlungen, Stand 9.11., 17 Uhr (hier anklicken). Kommentierungen sind erwünscht!

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang unser MPS Energie Gespräch zur “Neuen Energiemarktordnung für die dezentrale Energiewende” am 22.11. und die Übersicht über Appelle und Reformvorschläge zu Energiemarkt und EEG.

IPPNW fordert ehrliche Kostendiskussion

Freitag, 8. November 2013

Die Energiekosten-Diskussion - und damit der aktuelle Kern der Debatte um die Energiemarkt- und EEG-Reform - wird mit völlig verzerrten Maßstäben geführt. IPPNW fordert die volkswirtschaftlichen Kosten aller Energien realistisch zu bewerten (für die Presseinformation hier anklicken). Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch den Blogbeitrag “Atomarfossile an den Markt heranführen“, den Beitrag “Mal richtig Geld verbrennen” und das Infoblatt “Was ist sicher, preiswert und fördert den Frieden“, das bei IPPNW bestellt werden kann (hier anklicken) und zum großflächigen Verteilen in Briefkästen gedacht ist:

Speicher und Netze für 100% Erneuerbare

Freitag, 8. November 2013

Welche Infrastruktur brauchen wir rund um 100% erneuerbare Energien? Unser Mitglied Birgit Knoblauch hat gerade Ihre Diplomarbeit zum Thema “Energieversorgung aus 100 % regenerativen Energiequellen: Möglichkeiten der Energiespeicherung und der Netzstruktur” veröffentlicht (Bild anklicken):