EEG-Entwurf: Die Ziele sind das Problem

Eine nicht ganz offizielle und nicht mehr ganz frische EEG-Entwurfsfassung vom 7.12.2015 (hier anklicken), die aber dennoch geeignet ist, um die völlig verkehrte Richtung deutlich zu machen, in die die derzeitige Bundesregierung steuert.

Im ersten Abschnitt - gleich unter nach unter Überschrift “A. Problem und Ziel” - ist zu lesen: “Als zentraler Baustein der Energiewende soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von derzeit rund 33 Prozent auf 40 bis 45 Prozent im Jahr 2025 und auf 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 steigen.”

Eigentlich müsste es in der Überschrift zum ersten Abschnitt des EEG-Entwurfs heissen “Die Ziele sind das Problem” oder “Probleme sind das Ziel”. Was werden die bremsen müssen und sich gegen den weltweiten Trend stellen, um diese Ziele zu erreichen! Das Ausmass an Planwirtschaft erinnert an Ostdeutschland kurz vor dem Zusammenbruch des DDR-Regimes.

Warum die von der Regierung definierten Ziele durchaus als Anzeichen eines gefährlichen Realitätsverlusts betrachtet werden können, findet sich unter anderem bei Tony Seba “Clean Disruption of Energy and Transportation” und der “Energiewende auf dem Bierdeckel” (Vorträge auf Youtube hier anklicken).

Siehe zum Thema auch den Blogbeitrag “EE-Ausschreibungen für (fast) alles”.

Und: falls jemand eine aktuellere Fassung von Arbeitspapieren zum EEG hat, gerne an info@metropolsolar.de

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