Der Solar-Tsunami rollt an…

Auch wenn es auf den ersten Blick in Deutschland noch nicht so aussehen mag: Die 2. Solarwelle rollt gerade an. Und diesmal wird es kein Halten mehr geben.

Nicht immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel und die epischen Diskussionen mit denjenigen, die bestreiten, dass es den Klimawandel gibt, sind unsere Chance dem Klimawandel etwas entgegen zu setzen, sondern genau diese Entwicklung.

Es ist noch garnicht so lange her, da hat eine Solaranlage allein 50.000 EUR gekostet. 2016 war die Kombination PV + Speicher + E-Mobilität schon für 50.000 EUR zu haben. Dieses Paket wird ab jetzt jedes Jahr 5.000-10.000 EUR billiger werden (irgendwann flacht die Preisdegression natürlich ab).

In wenigen Jahren könnten uns selbstfahrende genossenschaftliche Sharing-Akkus, die aus unseren Solaranlagen (und Windrädern) getankt werden, von A nach B bringen - für 10.000 EUR Paketpreis.

Das Ganze noch mikrofinanziert mit 100 EUR (oder weniger) monatliche Gebühren, die übers Handy abgebucht werden (siehe “Afrika zeigt der Welt, wie mobiles Bezahlen geht“). “Sonne für alle” als Lifestyle-Produkt (siehe “Tesla Store und Block 9“) und nicht nur für Reiche (”Mikrokredit live erleben auf dem Frühlingsfest“)

Wer will das noch aufhalten? Nicht einmal diese unsere Konzern-Regierung.

Wie bei einem Tsunami hat sich das Meer in den letzten Jahren weit zurück gezogen (PV-Installationen in Deutschland - 2009: 3,5 GW, 2010: 7,5 GW, 2011: 7,5 GW, 2012: 7,5 GW, 2013: 3,5 GW, 2014: 2 GW, 2015: 1,5 GW, 2016: 1,2 GW). Jetzt kommt die ganz große Welle, die das atomarfossile Energie- und Mobilitätssystem ganz schnell wegfegen wird.

Siehe dazu Tony Seba “Clean Disruption of Energy and Transportation” und “Die Energiewende auf dem Bierdeckel” (hier und hier).

Auf der einen Seiten müssen alle Hindernisse abgeräumt werden, die die autonome Energie- und Mobilitätsversorgung im lokalen und regionalen Umfeld mit der Kombination PV (und Wind) + Speicher + (autonome) E-Mobilität für die Normalbürger kompliziert und teuer machen (siehe z.B. die Themen Eigenstromumlage, Mieterstrom, Steckersolar, Ausschreibungen….).

Auf der anderen Seite brauchen wir eine Drecksteuer für ein sauberes Grundeinkommen, wie es Tomi Engel vorschlägt. Siehe sein Vortrag bei der ABSI 2017-Tagung.

Sonne für alle. 2030.

Damit endlich auch einmal Schluß ist mit dem Thema (Energie-)Armut in einem so unglaublich reichen Land wie in Deutschland (”Energieversorgung für Arme: Die im Dunkeln sieht man nicht.“) - und auf einem so unglaublich reichen Kontinent wie Afrika (”1. Mai 2015: Die Energierevolution kommt“)

Vielleicht müssen wir dann auch nicht mehr so viel über Flüchtingsdramen sprechen. Siehe dazu (”Alles wieder gut” und “Eine Frage mit Sprengstoff: Wem nutzt es?“).

Mal eine echte Politik für soziale Gerechtigkeit: Wie wär’s, Herr Schulz?

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