DIE PATIN DER CAR-MORRA

Immer mehr Details eines kriminellen Betrugssystems bei immer mehr Konzernen werden öffentlich. Millionen Menschen werden durch Abgase geschädigt (aber das sind ja vor allem die Armen, die sich nicht leisten können von den Hauptverkehrsstraßen wegzuziehen). Und die Kanzlerin? Stellt sich hin und bezeichnet den Diesel als “gut für den Klimaschutz”.

Und sagt, dass alle, die das bestreiten, nicht nur böse oder sehr, sehr böse, sondern “perfide” sind. Wer ist hier “perfide”, Frau Bundeskanzlerin? Was soll man dazu noch sagen?

Jetzt für eine Handvoll Wählstimmen im Saarland und im Herbst für viele Hände voll Wählerstimmen bei der Bundestagswahl.

Fehlt nur noch, dass irgendjemand aus der SPD jetzt sagt: “Braunkohle aber auch”. Herr Gabriel, wie wär’s? Einmal geht noch. Oder Herr Schulz? Irgendwas mit “die hart arbeitenden Menschen in diesem Lande”… Und dass der Schulzzug doch schließlich auch mit Kohle fährt (Siehe dazu auch “Energielobbytik der CSPDU“).

Wenn man sich den Entwurf des Wahlprogramms der Grünen ansieht, kommt man allerdings auch nicht auf die Idee, dass hier gerade “Zukunft aus Mut gemacht” wird.  Die Grünen, von denen das Konzept der Eigenstrom-Umlage stammt, die den Emissionshandel immer noch reformieren und die ab 2030 Autos mit Verbrennungsmotor verbieten wollen… Wie eine Partei, die von der politischen Konkurrenz Steilvorlagen ohne Ende bekommt, sich so wenig profilieren und davon so wenig profitieren kann, ist schon bemerkenswert. Wie war noch mal der Markenkern der Grünen?

Und die Linken? Irgendwas mit “Hoffnung statt Angst!” und wahrscheinlich auch noch mit Braunkohle. Und mit einem Oskar Lafontaine, dem Mann von Sarah Wagenknecht, die den Zusammenhang zwischen Krieg und Öl eigentlich hinreichend verstanden haben müsste (siehe “Europa im Erdölrausch“). Oskar Lafontaine, der mit dem Vernunftkraft-Papst Enoch zu Guttenberg (Vater eines ehemals hoffnungsvollen Bundesministers) mit Anti-Windkraftveranstaltungen durchs Dorf zieht.

Ach ja. Und dann haben wir noch die energiepolitischen Überflieger von der AFDP… Die wollen die Energiewende am besten ganz platt machen.

Wie sagte doch Heinrich Heine: “Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht…”

Wir sind mitten in einem völlig unvermeidlichen Strukturwandel, der viele Veränderungen in der Beschäftigungsstruktur und erhebliche Belastungen aber eben auch enorme Chancen mit sich bringen wird. Diesem Wandel muss man sich stellen und ihn konstruktiv gestalten. Siehe dazu SONNE FÜR ALLE. 2030

Wer meint, dass er diesen Wandel einfach ignorieren kann, indem er sich die Augen verbindet, fährt fossil ungebremst vor die Wand. Die sozialen Verwerfungen, die daraus entstehen, sind in ihren Auswirkungen nur schwer abzuschätzen. Eine hochriskante Strategie.

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