Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Für eine zukunftsorientierte Energiepolitik!

Donnerstag, 28. April 2016

In diesem Aufruf sind zentrale Forderungen für eine zukunftsorientierte Energiepolitik kurz zusammengefasst. Wer mitunterzeichnen möchte, bitte in den Kommentar schreiben oder Mail an info@metropolsolar.de

Die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung, insbesondere der Referentenentwurf zum EEG 2016, zielt auf:

  • Die Begrenzung des Ausbaus Erneuerbarer Energien, insbesondere:
  • Das Ausbremsen der kostengünstigsten Erneuerbaren Energien (Solarenergie und Windenergie an Land)
  • Die Behinderung der Eigen- und Direktversorgung mit dezentralen Erneuerbaren Energien
  • Das Abdrängen der bisherigen Treiber der Energiewende aus Bürgerschaft und Mittelstand in eine Nische
  • Die Sicherung einer marktbeherrschenden Stellung für die bisherigen Bremser der Energiewende

Die Bundesregierung wird damit wichtige energie- und klimapolitische Ziele auf nationaler und internationaler Ebene verfehlen, ohne letztlich Arbeitsplätze und Branchen im atomar-fossilen Bereich dauerhaft zu erhalten. Was die Bundesregierung mit ihrer aktuellen Energiepolitik stattdessen erreicht, ist:

  • Die Zerstörung von mittelständisch geprägten Zukunftsbranchen und zehntausenden Arbeitsplätzen
  • Die Frustration großer “pro Erneuerbare”-Mehrheiten in der Bevölkerung und Demokratieverdrossenheit
  • Eine Steigerung der Kohleverstromung bei - nicht durch Erneuerbare Energien kompensiertem - Wegfall der Atomstromproduktion
  • Dauerhafte direkte und indirekte Subventionen für Kohlekraftwerke, für die es kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell mehr gibt
  • Die Aufrechterhaltung eines Kraftwerksparks, der den Anforderungen eines zukunftsfähigen Energiesystems nicht gewachsen ist
  • Ein Ausbremsen der Sektorkoppelung zwischen den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität, der für eine umfassende Wärme- und Mobilitätswende erforderlich ist
  • Die Abkopplung Deutschlands von der dynamischen und wirtschaftlich zukunftsträchtigen globalen Entwicklung in den Bereichen Erneuerbare Energien und Elektromobilität
  • Den Verlust der Vorbildfunktion der “Energiewende made in Germany” auf der Welt

Der aktuelle EEG-Referentenentwurf wurde am 14. April veröffentlicht, ist 269 Seiten lang und soll noch vor der Sommerpause beschlossen werden. Eine ernsthafte Beteiligung der bisherigen Treiber der Energiewende aus dem bürgerschaftlichen und mittelständischen Bereich ist damit offensichtlich weder gewollt noch möglich. Der Referentenentwurf verstößt gegen den Willen großer Mehrheiten in der Bevölkerung. Er ist in wirtschaftlicher und industriepolitischer Sicht verheerend und konterkariert energie- und klimapolitische Erfordernisse. Eine Umsetzung der Ausschreibungen in der geplanten Form würde sogar gegen den Koalitionsvertrag verstoßen.

Was wir fordern:

  • Mindestziele für den Ausbau der Nutzung Erneuerbarer Energien statt Deckelung
  • Eine Energiemarktordnung, die dezentrale, erneuerbare Versorgungskonzepte stimuliert statt zentrale und atomar-fossile Strukturen zu begünstigen
  • Verlässliche Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien mit Einspeisevorrang und festen Vergütungen als wirtschaftlichste Möglichkeit zur Förderung Erneuerbarer Energien
  • Eine Rückkehr zum ursprünglichen, deutlich kostengünstigeren Mechanismus der Wälzung der EEG-Umlage
  • Die Abschaffung jeglicher Hindernisse für die Eigen- und die Direktversorgung aus Erneuerbaren Energien statt Vermarktungszwang an der Börse
  • Die konsequente Ausrichtung des gesamten Energie- und Mobilitätssystems auf die dominanten zukünftigen Energiequellen Wind und Solar
  • Die Förderung der Flexibilisierung im Strommarkt durch Weichenstellungen zur Koppelung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität
  • Faire Chancen, u.a. keine Ausschreibungen in der geplanten Form, für bürgerschaftliche und mittelständische Akteure
  • Die ernsthafte Beteiligung der dezentralen Akteure am Diskussionsprozess durch einen angepassten Zeitplan und eine starke Reduktion des Gesetzesumfangs
  • Einen Fonds für eine sozialverträgliche Gestaltung des Strukturwandels von atomar-fossilen hin zu Erneuerbaren Energien für die betroffenen Menschen, Kommunen und Regionen

Die Erneuerbaren Energien müssen nicht lang-, sondern kurz- und mittelfristig die zentrale Rolle im Energie- und Mobilitätssystem übernehmen. Dafür müssen die Weichen gestellt werden.

Das ursprüngliche EEG hatte 5 Seiten. Es hat eine beispiellose Dynamik ausgelöst - in Deutschland und weltweit. Millionen Menschen haben sich beteiligt und Milliarden investiert. Die Energiewende ist von Deutschland ausgegangen, wir sollten sie wieder nach Deutschland zurückholen!

UnterzeichnerInnen (seit 28.4. 21.30 Uhr; Aktueller Stand: 5.5., 23.00 Uhr, 254):

Wer mitunterzeichnen möchte, bitte - am Besten mit Namen, (Organisation) & Ort - in den Kommentar schreiben oder Mail an info@metropolsolar.de

100% Sonne: Eine für alle. Alle vereinen.

Dienstag, 26. April 2016

MetropolSolar leistet seit vielen Jahren engagierte und unabhängige Arbeit, um 100% erneuerbare Energien in der Region und weit darüber hinaus voran zu bringen. Das wollen wir auch weiterhin tun. Wir finanzieren uns über Mitgliedsbeiträge, Spenden, Projekte und Dienstleistungen. Unsere einzige sichere Grundfinanzierung sind die Beiträge von derzeit 315 Mitgliedern (3.5.2016).

Die Mitgliedsbeiträge sichern die Finanzierung bisher jedes Jahr aber nur etwa 4-5 Monate ab. Diese Grundsitutation führt zu regelmäßigen Krisen, die unsere Arbeit stark belasten. Wir bräuchten mindestens doppelt so viele Mitglieder, um finanziell tragfähig zu sein. Weil wichtige erwartete Einnahmen ausgefallen sind oder sich verzögern, steht der Verein auch jetzt finanziell wieder auf der Kippe.

In den vergangenen 10 Jahren haben wir es immer wieder geschafft, die Finanzierung für unsere weitere Arbeit zusammenzutrommeln. Wir hoffen sehr, dass uns das auch jetzt gelingt und wir auch endlich einmal eine langfristige Grundlage für unsere Arbeit haben. Wir arbeiten daran.

Unser Ziel ist “100% unabhängige Grundfinanzierung” für unsere unabhängige Arbeit für 100% Erneuerbare Energien. Bis zum 10. Geburtstag von MetropolSolar am 20. Mai 2016. Sie können uns dabei unterstützen. Wie? Weshalb? Warum? Einfach auf dieser Seite weiter lesen oder noch besser: mit uns reden :-)

Spendenkonto und Mitgliedsantrag hier anklicken

Kontakt: Daniel Bannasch, Geschäftsführender Vorstand

Tel: 06 21/85 57 93 oder 0621/86 36 78 88

Was interessiert mich mein Geschwätz

Dienstag, 26. April 2016

“Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.” Diesem Satz von Adenauer macht Gabriel alle Ehre - 2012 mit einer flammenden Rede für die Erneuerbaren und gegen seine heutige Politik. Heute könnte er voller Stolz sagen: “Ich bin der, vor dem ich immer gewarnt habe.” Mehr dazu im “Offenen Brief zum EEG 2016

Wie steht die Gabriel heute denn z.B. zum Mieterstrom, den er künstlich verteuert hat und was sagt die SPD zu dieser sozialdemokratischen Heldentat? Siehe dazu “#Fragwürdig #EEG2016: SPD sucht echte Mieterstrommodelle

Offener Brief zum EEG 2016

Dienstag, 12. April 2016

Sehr geehrte Bundestagsabgeordnete der Metropolregion Rhein-Neckar,

im Jahr 2014 habe ich mich als Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins MetropolSolar Rhein-Neckar im Zusammenhang mit der EEG-Reform 2014 an Sie gewendet.

Mir ist bewusst, dass Sie in Ihrer Tätigkeit im Bundestag überwiegend nicht (direkt) mit dem Thema Energie befasst sind. Dennoch wende ich mich an Sie als Bundestagsabgeordnete der Metropolregion Rhein-Neckar, weil die Energie- und Klimafrage so grundsätzlich ist, dass sie alle betrifft und nicht nur einige FachpolitikerInnen in den entsprechenden Ausschüssen.

Jetzt steht wieder einmal eine Reform des EEG auf dem Programm. (more…)

#EEG2016 #Fragwürdig

Donnerstag, 7. April 2016

Die Energieblogger wollen, dass der Entwurf für das EEG 2016 ernsthaft diskutiert wird. Wir haben uns deshalb entschlossen, Entscheidungsträgern rund ums geplante EEG 2016 einige Fragen zu stellen. Eine davon ist:

“Warum wird das Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht vereinfacht, wenn man die Energiewende wirklich will?”

Hintergrund der Frage: Kaum einer hat Zeit zu lesen, was auf den 250 Seiten im EEG-Referenten-Entwurf vom 29.2.2016 steht. Und selbst wenn er es liest, ist noch lange nicht gesagt, dass er es wirklich versteht. Wie sollen demokratische Entscheidungsprozesse und eine bürgerschaftliche Energiewende funktionieren, wenn keiner mehr mitkommt?

Zur Erinnerung: Das Ur-EEG vom 29. März 2000 war gerade mal 5 Seiten lang.

Mehr Fragen gibt es unter https://energieblogger.net/EEG2016.asp

Bitte verbreiten Sie diese Fragen in Ihrem Umfeld und fragen Sie auch Ihre Abgeordneten.

VOLLER ENERGIE 2016

Montag, 29. Februar 2016

VOLLER ENERGIE 2016 war ein voller Erfolg - ein gemeinschaftlicher Erfolg aller Beteiligten des MetropolSolar-Netzwerks!

Darauf lassen jedenfalls die vielen Rückmeldungen von TeilnehmerInnen schliessen: sie fühlen sich durch die Konferenz bestens informiert, durch neue Gedanken und Konzepte angeregt, mit Gleichgesinnten positiv verbunden und emotional gestärkt - für die weitere Arbeit für 100% Erneuerbare Energien in Bürgerhand.

Undenkbar ohne das in 10 Jahren entstandene, ausgedehnte MetropolSolar-Netzwerk und die Bereitschaft, sich ohne Anspruch auf eine unmittelbare Gegenleistung in dieses Netzwerk einzubringen. Dank an alle ReferentInnen, Gerade- und QuerdenkerInnen, ModeratorInnen, TeilnehmerInnen und HelferInnen für zwei sehr lebendige, ent :-) spannende und kommunikative Tage.

Nach und nach werden wir die Dokumentation der Veranstaltung für die KonferenzteilnehmerInnen und für MetropolSolar-Mitglieder verfügbar machen und bitten noch um etwas Geduld.

Hier schon einmal auf vielfachen Wunsch die Folien von Prof. Keilen zum EEG-Referentenentwurf (Bild anklicken):

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Schulversagen kein Karrierehindernis

Sonntag, 28. Februar 2016

VOLLER ENERGIE 2016: 100% Erneuerbare 2030 - Wer macht das Spiel?

In der Masse und Komplexität der Veröffentlichungen zum Thema Energie und Klima ist es nicht immer ganz leicht den Überblick zu behalten. Deshalb gibt es hier Hinweise auf ein paar ganz einfache Rechnungen: Bundesregierung, MetropolSolar, Bundesverband Erneuerbare Energien, Tony Seba, Bill Gates und Greenpeace. Zauberwort: Komplexitätsreduktion.

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Klarheit und Orientierung: Clean Disruption & Die Energiewende auf dem Bierdeckel

Dienstag, 8. Dezember 2015

100% Erneuerbare Energien im Jahr 2030 sind nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. Um das zu zeigen, hat Tony Seba das Buch “Clean Disruption of Energy and Transportation” geschrieben, das wir gerade ins Deutsche übersetzen. Für diese Botschaft interessieren sich nicht unbedingt Politik, fossil geprägte Aktiengesellschaften und verbundene Organisation, aber durchaus diejenigen, die sehr große Fonds verwalten. Sie interessieren sich vielleicht nicht für die Rettung der Welt, aber sie wollen ihre Milliarden nicht verbrennen.

Wir haben dagegen meistens die Basis im Blick: nicht die wenigen mit den vielen Millionen, sondern die Millionen mit dem kleineren Geldbeutel. Und gerade jetzt ist es wichtig, die stark verrutschte Diskussion zum Thema “Energiewende” gerade zu rücken. Die Hoheit über den Stammtischen sollten wir nicht den Gegnern von 100% erneuerbaren Energien überlassen. Deshalb haben wir mit der “Energiewende auf dem Bierdeckel” das Thema auf Stammtischniveau gebracht und eine Kampagne gestartet! Mehr dazu per Mail: info@metropolsolar.de oder unter 0621-855793.

Jetzt MetropolSolarStrom beziehen!

Samstag, 5. Dezember 2015

MetropolSolar Rhein-Neckar bietet in Kooperation mit den Bürgerwerken seit neuestem auch MetropolSolarStrom an. Für Rückfragen: 0621-855793 oder info@metropolsolar.de

Der Tarifkalkulator wird geladen


MetropolSolar-Mitglieder wissen mehr.

Freitag, 4. Dezember 2015

MetropolSolar-Mitglieder wissen mehr. Wer mehr weiss, kann auch mehr erreichen.

Ganz gleich, ob Sie…

  • als ehrenamtlich hoch Engagierte in einem Verein, hauptamtlicher Mitarbeiter in einer Kommune oder innovativer Energie-Unternehmer den Austausch mit Gleichgesinnten, Partner für Projekte und eine Plattform für gemeinsame Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit suchen
  • als Journalistin, Lehrer oder Politikerin stark beruflich eingespannt sind und schnell qualifizierte Quellen und Kontakte brauchen, um andere mit spannenden Informationen, frischen Ideen und durchdachten Konzepten überzeugen zu können, oder
  • sich einfach eine unabhängige Organisation wünschen, die Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden hält und mit ihrer Unterstützung den Umstieg auf 100% erneuerbare Energien vorantreibt,
…dann sollten Sie Mitglied bei MetropolSolar werden, weil…

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