MPS Energie Un.Wörterbuch eröffnet

17. Januar 2015

Auf den Seiten von MetropolSolar wurde das MPS Energie Un.Wörterbuch (Link anklicken) heute eröffnet. Warum?

Sie können am MPS Energie Un.Wörterbuch mitarbeiten. Senden Sie Ihre Vorschläge, Kommentare, Anmerkungen an info@metropolsolar.de (Die Kommentarfunktion im Blog war leider einige Zeit unbemerkt defekt. Falls Sie dort etwas eingetragen haben sollten, bitte noch einmal wiederholen)

Zum Umbau der Energieversorgung auf 100% Erneuerbare Energien gibt es aus vielen Gründen keine Alternative. 100% Erneuerbare Energien bedeutet 0% atomarfossile Energien und damit ein vollständiger Zusammenbruch der weltweiten billionenschweren Konzerne der atomarfossilen Energiewirtschaft. Gegen diesen Zusammenbruch kämpfen die Verlierer mit allen Mitteln. Und sie haben viele.

Eines der beliebtesten Mittel ist der Kampf mit vergifteten und manipulativen Begriffen, Aussagen und Konzepten, die auf unterschiedlichsten Kanälen in Politik und Medien eingespeist werden, dort aufgegriffen und immer wieder wiederholt werden und damit Breitenwirkung erreichen.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Stürmische und sonnige Weihnachten!

24. Dezember 2014

Um es vorweg zu schicken: Es ist Weihnachten und bald beginnt das Neue Jahr. Da wird in der Regel viel gegessen und man hat ein bisschen mehr Zeit als sonst. Man blickt auf das vergangene Jahr zurück und voraus auf das Kommende.

Passend dazu ist in den letzten Tagen der folgende Beitrag entstanden, der dem vielen leckeren Essen ein wenig geistige Nahrung entgegensetzt - nicht ganz leichte Kost allerdings. Der Beitrag verkündet keine ewigen Wahrheiten, aber er versucht einiges sonst Unzusammenhängende in einen Zusammenhang zu stellen. Er will definitiv zu Diskussionen Anlass geben und auch ein wenig frohe Botschaft verkünden.

Erneuerbare Energien haben wohl mehr als vieles andere das Potential Frieden auf Erden zu bringen. Und da wird es dann doch noch ein wenig weihnachtlich bei einem Artikel, der an vielen Stellen alles andere als weihnachtlich ist.

Wer anfängt diesen Beitrag zu lesen, tut das auf eigene Verantwortung. Er sollte auf jeden Fall schon einmal gründlich Zeit einplanen und den Artikel auch zu Ende lesen - und sich spätestens bei einem 2. Durchlauf die Verlinkungen ansehen. Sonst verpasst er auch einen wichtigen Teil der guten Nachrichten. Und das wäre dann doch sehr, sehr schade. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sonniger Herbst: MPS Energie Gespräche

20. November 2014

Die erste Jahreshälfte: energiepolitisch finster. Der Sommer: verregnet. Und der Herbst? im Herbst geht die Sonne auf! Dafür haben wir eine ganze Reihe von MPS Energie Gesprächen organisiert - gemeinsam mit vielen Partnern an vielen Orten in der MetropolSolarRegion Rhein-Neckar. Kommen Sie! Hören Sie Vorträge. Tauschen Sie sich mit bei Essen und Trinken aus. Und tanken Sie gemeinsam mit uns Energie!

Hier alle Termine, die bereits feststehen (weitere folgen noch):

Mit dem Barcamp Renewables (19./20.9.), dem Bürgerenergie-Konvent (17./18.10.) & Kongress 100% Erneuerbare Energien Regionen (11./12.11.) gibt es außerdem mehrere tolle bundesweite Veranstaltungen (für mehr Infos hier anklicken).

Und wer noch mehr Energieveranstaltungen sucht, kann sich in unseren Terminkalendern unter metropolsolar.de und energiebildung.info umschauen.

Die Fünf Cent Revolution

14. November 2014

In Kassel hatten sich in dieser Woche beim Kongress “100% Erneuerbare Regionen” viele engagierte Akteure versammelt - auf der Suche nach den besten Auswegen aus den bundespolitisch gewollten Blockaden auf dem Weg zu 100% Erneuerbaren.

Wind- und Solarstrom werden im Zentrum des Umbau der gesamten Energieversorgung - nicht nur der Stromversorgung - stehen (siehe auch “Wie es gehen könnte …“). Um Großkraftwerke zu schützen (siehe: “Es geht ums Ganze: Sonne statt Kohle” und “Selber schuld?“), hat die Politik in Deutschland genau an dieser Stelle die Axt angesetzt (siehe auch: “Von Attacken und Silberstreifen“) - während sich weltweit die Nutzung der erneuerbaren Energien zum Boom entwickelt.

Die Lobby schläft nicht (siehe z.B. “US-Lobbyist rät Ölindustrie zu schmutzigen Lobbymethoden“). Obwohl der Weltklimabericht klar macht, dass jede weitere Verzögerung beim Klimaschutz völlig unverantwortbar ist, spielt Konzernschutzminister Gabriel mit seinen Fossil-IGBCE-Seilschaften auf Zeit - wohl aus machtpolitischem Kalkül und wider besseres Wissen. Er hat die von Altmaier und Rösler begonnene Demontage des Solarmarkts in Deutschland mit dem Verlust von mehr als 50.000 Jobs beinah vollendet. In der Windbranche steht eine solche Demontage bevor (siehe z.B. geplante Ausschreibungen und 10 H-Regelung in Bayern) - Seehofer lässt grüßen und steuert auf Laufzeitverlängerungen für bayerische Atomkraftwerke hin.

Was weder Bremser noch Treiber der Erneuerbaren Energien-Nutzung - zumindest die meisten - richtig auf dem Schirm zu haben scheinen, ist die absehbare explosive Verbreitung der Photovoltaik (siehe Artikel in der Washington Post). Schon heute kann unter günstigen Bedingungen an anderen Orten auf dieser Welt Solarstrom für 5 Cent/kWh und weniger bereit gestellt werden. Das wird auch in Deutschland möglich werden (siehe auch “Ein Must-Gugg: Diamanten auf dem Dach“). Was bedeutet das? Die Menschen werden Solar-Anlagen bauen. In Mengen. Überall. Selbst wenn sie den Strom zu bestimmten Zeiten erst einmal nicht vollständig nutzen können.

Das bedeutet, dass in der Energieversorgung kaum ein Stein auf dem anderen bleiben wird. Diese Entwicklung ist absehbar und zwar nicht erst in ferner Zukunft, sondern sehr zeitnah.

Ein zusätzlicher Treiber für einen zeitnahen Solarboom könnte eine Neuentwicklung sein, die eine Integration von Solarmodulen an Stellen ermöglicht, die bislang für eine Solarnutzung kaum infrage kamen. Der geringe Wirkungsgrad von nur 10% wird durch die vielseitige Anwendbarkeit kompensiert:

Von Attacken und Silberstreifen

28. Oktober 2014

Unser MetropolSolar-Mitglied Nicolai Ferchl, einer der Vorstände der gerade mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichneten Heidelberger Energiegenossenschaft, hat einen Übersichtsartikel zum jahrelangen organisierten Großangriff auf die Energiewende und den Silberstreifen am Horizont veröffentlicht. Eine Leseempfehlung für alle, die sich einen umfassenden Überblick über die Hintergründe des Ausbaus der erneuerbaren Energien-Nutzung in den letzten Jahren und Perspektiven für die Zukunft verschaffen wollen (Bild unten anklicken). Interessant in diesem Zusammenhang auch die Dokumentation der ARD “Akte D(3) - Die Macht der Stromkonzerne“.

Deutsche Solarpreise und Bündnis Bürgerenergie mit viel MetropolSolar!

27. Oktober 2014

Am 25.10.2014 wurden in Witten die Deutschen Solarpreise 2014 verliehen (Meldung EUROSOLAR). Der Preis ging in diesem Jahr in der Kategorie “Kommerzielle, industrielle und landwirtschaftliche Unternehmen” an die Heidelberger Energiegenossenschaft und in der Kategorie “Medien” an die Gruppe der Energieblogger. Sie wurden für ihre wichtigen Beiträge zu einer demokratischen, gerechten und transparenten Energiewende von unten ausgezeichnet. Danke an EUROSOLAR!

(Deutscher Solarpreis 2014. Quelle: EUROSOLAR)

“Wie so oft steht nicht überall MetropolSolar drauf, wo MetropolSolar drin ist. So auch bei der Verleihung der Deutschen Solarpreise in diesem Jahr,” meint Daniel Bannasch, Geschäftsführer von MetropolSolar Rhein-Neckar.

“Die Heidelberger Energiegenossenschaft, zu deren Entwicklung unser Netzwerk beigetragen hat, ist ebenso wie die Vorstände der Genossenschaft Andreas Gissler, Kai Hock, Nicolai Ferchl und Felix Schäfer Mitglied bei MetropolSolar,” so Bannasch weiter. “Und auch unter den mehr als 50 Energiebloggern ist gleich 5 mal MetropolSolar zu finden: der “Sonnenflüsterer” (Erhard Renz), der “Energiesparmeister“ (Tobias Bucher), der blog.stromhaltig.de (Thorsten Zoerner), SolarArt Kraftwerk (Armin Hambrecht/Martina Appel) und last but not least der MetropolSolarBlog selbst.” 2013 hatte Erhard Renz den Deutschen Solarpreis (”Sonderpreis für persönliches Engagement”) erhalten. Er war damals bereits das 5. MetropolSolar-Mitglied, das mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet wurde.

Weitere Gewinner des Deutschen Solarpreises 2014 waren:

Den Sonderpreis für persönliches Engagement erhielt Jürgen Döschner für seinen kritischen und progressiven Journalismus im Energiesektor.

Gruppenphoto der anwesenden Heidelberger Energiegenossen:

(Quelle: EUROSOLAR, SPITZLICHT FOTOGRAFIE. WUPPERTAL. Daniel Schmitt)

Gruppenphoto der anwesenden Energieblogger:

(Quelle: EUROSOLAR, SPITZLICHT FOTOGRAFIE. WUPPERTAL. Daniel Schmitt)

von links: Patrick Jüttemann, Andreas Raetsch, Kathrin Hoffmann, Daniel Bönninghausen, Cornelia Daniel-Gruber, Kilian Rüfer, Tina Ternus, Erhard Renz, Björn-Lars Kuhn und Daniel Bannasch.

Gruppenphoto mit allen anwesenden Preisträgern des Deutschen Solarpreises 2014:

(Quelle: EUROSOLAR, SPITZLICHT FOTOGRAFIE. WUPPERTAL. Daniel Schmitt)

Bereits am 17./18. Oktober wurden die drei MetropolSolar-Mitglieder Kai Hock, Erhard Renz und Felix Schäfer im Rahmen des “Bürgerenergiekonvents” in den 8-köpfigen Beirat des Bündnis Bürgerenergie gewählt. Das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) e.V. engagiert sich für eine Kultur der Bürgerenergie, unterstützt die Vernetzung in den Regionen und vertritt Organisationen der Energiewende-Basis in Berlin. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Bündnisses, Dietmar von Blittersdorf, ist ebenfalls MetropolSolar-Mitglied.

Wie wichtig die Akteure einer Energiewende von unten immer waren und nach wie vor sind, zeigt der Artikel “Der Großangriff auf die Erneuerbaren Energien und die gescheiterte Reanimation der Atomenergie” des Heidelberger Energiegenossen Nicolai Ferchl.

Zur Würdigung der Preisträger “Heidelberger Energiegenossenschaft” und “Energieblogger” im Einzelnen: Diesen Beitrag weiterlesen »

100% EE: Vision zum Leuchten bringen. Verunsicherung abbauen. Umsetzung fördern.

15. Oktober 2014

Unsere Aufgabe ist es dazu beizutragen, dass 1. die Vision “100% Erneuerbare” wieder zum Leuchten gebracht wird und 2. die weitreichende Verunsicherung in der Bevölkerung bezüglich konkreter Handlungsmöglichkeiten abgebaut wird, damit die konkrete Umsetzung der Vision weitergeht.

Einer von vielen Bausteinen dazu sind unsere MPS Energie Gespräche.

In den vergangenen Monaten wurden von der atomarfossilen Lobby und der Politik zwei große Flurschäden angerichtet: 1. die Vision “100% erneuerbare Energien” wurde so beschädigt, dass man glauben könnte, die erneuerbaren Energien seien nicht die Lösung vieler existenzieller Probleme, sondern unsere eigentliche Bedrohung. 2. wurden die Menschen bezüglich der praktischen Handlungsmöglichkeiten so verunsichert, dass sie sich mit der konkreten Umsetzung der Energiewende zurückhalten. Vor allem der Zubau im Solarbereich ist dadurch zusammengebrochen.

Die Basis der Bewegung für 100% erneuerbare Energien wird es wohl richten müssen! Das Gute ist: Die Menschen stehen nach wie vor hinter den Erneuerbaren Energien. Und die Stromerzeugung aus Wind und Sonne wird immer günstiger:

Hier einige Meldungen aus den vergangenen Tagen, die zeigen, dass den dezentralen, erneuerbaren Energien die Zukunft gehört, aber regelmäßig leider nicht die Gunst von Top-Managern und -Politikern. Diesen Beitrag weiterlesen »

Krieg oder Frieden

4. August 2014

Die Frage der Energieversorgung ist eine Frage von Krieg oder Frieden. Krieg gegen weite Teile der Menschheit und der Natur mit atomarfossilen Energien oder dezentrale erneuerbare Energien als Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben auf der Welt.

Ob Gaspreisdrohungen aus Russland, Kampf um Ölfelder in Libyen und im Irak, Hamas-Raketenangriffe auf den israelischen Atomreaktor im Gazakrieg, Genehmigung für einen Kohlehafen im Great Barrier Reef in Australien, Fracking-Wahn in den USA, immer neue Wetterextreme… Der Irrsinn der atomarfossilen Energieversorgung und der Zynismus der Aufrechterhaltung dieser Energieversorgung kennt kaum Grenzen.

Gleichzeitig wird mit dem Absinken der Kosten für Wind- und Solarstrom die Liste der Gründe für eine schnelle und vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien immer länger.

Während wir täglich mehr Argumente auf unserer Seite haben, steuert die Energiepolitik in Deutschland mit dem neuen EEG (und flankierenden Maßnahmen) munter in die völlig falsche Richtung - untermalt von einer sinnlosen und teuren Werbekampagne des Wirtschaftsministeriums, die eher eines Propagandaministeriums würdig wäre.

Monatelang haben wir gemeinsam mit vielen anderen informiert, Argumente vorgebracht, Lügen entlarvt, Vorteile der Erneuerbaren dargestellt, vor dem Ausbremsen der Energiewende gewarnt und gekämpft. Es hat alles wenig geholfen. Das ist natürlich sehr frustrierend. Aber was hilft es?

Sollen wir jetzt den Bremsern das Feld überlassen? Wohl kaum.

Wir sind das Volt (hier anklicken)! Wir müssen den Umbau der Energieversorgung auf 100% erneuerbare Energien selbst in die Hand nehmen. Langfristig sind wir nicht mehr aufzuhalten. Kurz- und mittelfristig müssen wir uns aber einiges einfallen lassen.

Die Frage ist: Was ist der beste Weg? Womit können wir am meisten erreichen? Wo sind unsere größten Hebel? Hier ein paar Ansatzpunkte zur Diskussion:

Diamanten auf den Dächern

Der Photovoltaik gehört die Zukunft. Das ist die wesentliche Botschaft eines Vortrags von Eike Weber, den sich alle anschauen sollten, die Zweifel daran haben, dass das so ist, und auch diejenigen, die nicht daran zweifeln, sondern nur an der Politik verzweifeln und sich wieder ein wenig aufbauen wollen.

Die Photovoltaik wurde von der Politik entschlossen abgewürgt: Von jeweils rund 7,5 GW PV in den Jahren 2010-2012 auf 3,5 GW im Jahr 2013 und nur 1 GW im ersten Halbjahr 2014. Warum? Weil der starke Ausbau der PV - wegen der Mittagsspitzen - den Betrieb von Großkraftwerken am stärksten bedroht. Die Photovoltaik ist das schärfste Schwert im Kampf für den Umbau der Energieversorgung auf 100% Erneuerbare Energien und eine Flexibilisierung des Energiesystems insgesamt (dazu auch hier anklicken).

Zeit die Ausbau-Zahlen der Photovoltaik wieder nach oben zu bringen.

In welchem Bereich lässt sich die beste regionale Kampagne/Wettbewerb entwickeln?

  1. Balkonmodule (siehe z.B. Solarstrom auf Guerilla-Art: hier anklicken)
  2. “1 kWp für jedes Dach” (z.B. Aktion in Hallerndorf: hier anklicken)
  3. PV-Anlagen bis 10 kWp (unter der Bagatellgrenze für die Eigenstromumlage)
  4. Ganzdach-PV-Anlagen (mit Stromnutzung zur Wärmebereitstellung)
  5. PV-Mieterstrom-Modell (siehe z.B. hier)
  6. PV-Anlagen für Unternehmen (mit hohem Strompreis UND Eigenstrombedarf)
Was ist der vielversprechendste Ansatzpunkt, um die Entwicklung im Bereich PV weiter voran zu bringen? Wofür können wir am ehesten Menschen motivieren?

Und was gibt es sonst noch für Ansatzpunkte?

Öffentlichkeitsarbeit

Gregor Weber, MetropolSolar-Mitglied aus dem Donnersbergkreis, wirbelt mit seiner Promotiontour “Act Orange” erneuerbare Energien auf (Bild anklicken) und kann dafür noch weitere Unterstützer gebrauchen:

Carl Fechner, der Regisseur des Films “Energieautonomie - Die 4. Revolution plant einen neuen Film und sucht dafür noch weitere Unterstützer:

So wichtig Informations- und Aufklärungsarbeit für die breite Öffentlichkeit sind: es hat sich in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass Zusammenschlüsse von Akteuren wichtige Motoren der Entwicklung waren.

Akteursvernetzung

MetropolSolar hat rund 300 direkte Mitglieder. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die Bündelung der engagierten Energie-Akteure weiter vorantreiben müssen, denn 100% Erneuerbare Energien brauchen eine Lobby und tragfähige Strukturen (hier anklicken). Deshalb wollen wir unsere Mitgliederzahl verdoppeln (Mitglied werden).

Neben unseren MPS Energie Gesprächen (hier anklicken) und den VOLLER ENERGIE-Konferenzen (hier anklicken) in der Region ist auch die bundesweite Vernetzung wichtig. Dafür gibt es gleich mehrere attraktive Angebote im Herbst:

Was gibt es noch für Ansatzpunkte?

Großkonzepte

Hin und wieder, wenn es brennt, erinnern sich große Medien daran, dass es Konzepte dafür gibt, wie die Umstellung auf erneuerbare Energien viel schneller voran gebracht werden kann, als die Politik es plant.

Auch in der Metropolregion Rhein-Neckar gibt es mittlerweile viele umfassende Konzepte für Kommunen und Landkreise. Diese Konzepte werden in der Regel mit erheblichem Aufwand erstellt. Die entscheidende Frage ist, was mit den Konzepten nach der Fertigstellung passiert - also was davon am Ende umgesetzt wird. Und das ist sehr unterschiedlich. Konzepte können lebendige Prozesse und aktive Strukturen wirkungsvoll unterstützen, aber nicht ersetzen. Im folgenden eine sehr unvollständige Liste:

Jüngstes Beispiel ist das Energie- und Klimaschutzkonzept für den Neckar-Odenwald-Kreis (hier anklicken). Für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar gibt es seit 2 Jahren ein Konzept (hier anklicken), für die Südpfalz wurde ein Konzept in privater Initiative erstellt (hier anklicken). Und auch Kommunen wie Mannheim, Speyer, Heidelberg, Viernheim, Weinheim, Rimbach und andere haben Energie-/Klimaschutz-Konzepte erstellen lassen.

Ein Must-Gugg: Diamanten auf dem Dach

25. Juli 2014

Eike Weber beim 15. Schönauer Stromseminar - mit einer Anleihe an unsere Mit-Energiebloggerin Tina Ternus. Für alle, die wissen wollen, wo die Reise hingeht, ist anschauen Pflicht (Bild anklicken):

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch folgende Beiträge:

Oettinger oder die Erneuerbaren: Unterwandern für Fortgeschrittene

15. Juli 2014

Nächstes MPS Energie Gespräch “Die Bürger machen die Energiewende selbst” am 24.7. in Speyer.

Die Bundesregierung hat mit jahrelanger Verunsicherung, massiven Einschnitten und der jetzigen “Reform des EEG” ihr Bestes gegeben, um die erfolgreiche Entwicklung einer bürgerschaftlich und mittelständisch getragenen Energiewende zu torpedieren. Wir werden weiter für 100% Erneuerbare in Bürgerhand kämpfen - gemeinsam mit Ihnen.

Gegen die EEG-Deform wird vermutlich von mehreren Seiten geklagt werden. Falls die Klagen nicht oder nur teilweise erfolgreich sein sollten: Was sind die Modelle, die unter den Rahmenbedingungen des neuen EEG zum weiteren Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien für Bürger, Genossenschaften und Unternehmen (noch) funktionieren? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge als Kommentar zu diesem Beitrag in den Blog (oder senden Sie sie an info@metropolsolar.de).

Deutschland hat im 1. Halbjahr 2014 im Durchschnitt einen Anteil von 31% Erneuerbaren an der Stromproduktion erreicht.

Der atomarfossile Lobbyist EU-Energie-Kommissar Oettinger soll kürzlich im CDU Wirtschaftsrat geäußert haben, Deutschlands sei durch Solar-, Wind- und Bioenergie-Anlagen-Betreiber unterwandert:

Die Erneuerbaren Energien sind Einigen in Deutschland schon seit langem zu erfolgreich geworden. Oettinger ist einer der prominenteren Vertreter der Energiewende-Bremser. Bezeichnend ist, dass von ihm nicht etwa der Einfluss von Konzern-Lobbys

als Unterwanderung der Demokratie gebrandmarkt wird, sondern das millionenfache Engagement der Menschen an der Basis für eine saubere und zukunftsfähige Energieversorgung.

Wesentliche Voraussetzung für dieses Engagement war das weltweit erfolgreichste Energiegesetz, das auch von unzähligen Ländern kopiert wurde: das EEG.

Das Parlament hat am 27. Juni die “Reform des EEG”, die an vielen Stellen faktisch eine Abschaffung bedeutet, beschlossen und der Bundesrat hat bei dieser “Reform” am 11. Juli die Chance verpasst, Änderungen einzufordern:

Daran haben letztlich nicht nur Vertreter der Regierungsparteien, sondern auch der Grünen mitgewirkt:

Die Bundesregierung lässt nun in Zeitungsanzeigen behaupten: “Wir haben etwas an der Energiewende gestrichen: Nachteile. EEG-Reform”.

Klingt schön, stimmt aber leider nicht. Eigentlich muss es heissen: “EEG-Deform. Nachteil: wir haben die Energiewende gestrichen”:

Zur Erinnerung: Bei der aktuellen Energiepolitik in Deutschland geht es um ein grobes Verfehlen der großen Linien und nicht um Feinheiten:

Zum Glück glauben die Bürger der Bundesregierung nicht alles. Sie zweifeln an der Umsetzung der Energiewende durch die Große Koalition:

Und die Wochenzeitung die Zeit urteilt “Das EEG - eine verkorkste Reform”:

Jeder zweite Arbeitsplatz im Bereich Solar ist innerhalb eines Jahres bereits verloren gegangen:

Und dieser Trend wird sich vermutlich mit der aktuellen Gesetzgebung noch fortsetzen. Hier ist der Arbeitsplatzabbau ganz real, von dem Gabriel immer geredet hat, wenn er versucht hat, De-Industrialisierungs-Panik zu verbreiten - eine seiner stärksten Keulen zur Demontage des EEG.

Und weiter: Jede dritte Energiegenossenschaft plant aufgrund der EEG-Änderungen keine weiteren Investitionen in den Ausbau Erneuerbarer Energien:

Erschwerend hinzu kommt eine Änderung des Kapitalanlage-Gesetzbuchs:

Die EEG-Deform fügt der Entwicklung in Deutschland großen Schaden zu, wird aber die weltweite Entwicklung in Richtung Erneuerbare nicht grundsätzlich aufhalten können:

Zum Glück ist die deutsche Vorbildrolle nicht mehr so entscheidend wie vor einigen Jahren:

Die Welt steht vor einem Solarboom, schreibt die Wirtschaftswoche. 5 Gründe:

Die Bundesregierung hat nun erst einmal ihr Bestes gegeben, um einen schnellen Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien zu beenden - und da ganz besonders im Bereich Solar (siehe dazu auch “Es geht ums Ganze: Sonne statt Kohle“).

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat in einem Merkblatt die wesentlichen Änderungen im neuen EEG zusammengefasst:

Abgesehen von der Möglichkeit einer Klage gegen das neue EEG - siehe dazu z.B.

die zur Zeit von verschiedenen Seiten geprüft wird, stellt sich die Frage, wie die “Unterwanderung für Fortgeschrittene” aussieht, falls auf dem Klageweg keine Änderung des EEG erreicht werden kann.

Was sind neue Modelle, die unter den Rahmenbedingungen des neuen EEG zum weiteren Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien für Bürger, Genossenschaften und Unternehmen (noch) funktionieren?

Schreiben Sie Ihre Vorschläge in den Kommentar im Blog oder senden Sie sie an info@metropolsolar.de